Sie möchten Ihre Aquarienpflege auf das nächste Level heben, aber sind unsicher, wie Sie die richtige Filtration wählen installieren und langfristig betreiben? Dieser praktische Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch Auswahl, Dimensionierung, Einbau und Wartung der Filteranlage — verständlich, praxisnah und mit Tipps aus der Community für stabile Wasserwerte und gesunde Fische.
Filtration wählen: Grundlagen und Filterarten für Aquarien
Bevor Sie eine Anlage kaufen: Verstehen Sie, welche Aufgaben die Filtration in Ihrem Aquarium übernimmt. Kurz gesagt: Sie sorgt für sauberes Wasser, stabilere Wasserwerte und ein gesundes Milieu für Pflanzen und Tiere. Die drei Hauptfunktionen sind:
Wenn Sie tiefer in die Technik und Grundprinzipien eintauchen möchten, empfehlen wir ergänzende Artikel, die das gesamte Thema rund um Aquarienaufbau und Wasserpflege ergänzen. Ein guter Startpunkt ist unser Leitfaden zu Aquarien-Setup, Technik und Wasserqualität, in dem grundlegende Komponenten und typische Fehlerquellen ausführlich erklärt werden. Ebenso nützlich ist die Anleitung zum Beckenlayout planen gestalten, die zeigt, wie Form und Einrichtung die Filteranforderungen beeinflussen können. Und vergessen Sie nicht, wie wichtig das Beleuchtungskonzept sinnvoll einsetzen für Pflanzen und Algenhaushalt ist — Licht beeinflusst direkt Nährstoffbedarf und somit die Filtrationsstrategie.
Bevor Sie eine Anlage kaufen: Verstehen Sie, welche Aufgaben die Filtration in Ihrem Aquarium übernimmt. Kurz gesagt: Sie sorgt für sauberes Wasser, stabilere Wasserwerte und ein gesundes Milieu für Pflanzen und Tiere. Die drei Hauptfunktionen sind:
- Mechanische Filtration: Entfernt Schwebstoffe und sichtbare Partikel.
- Biologische Filtration: Schafft Oberfläche für nützliche Bakterien, die Ammoniak und Nitrit abbauen.
- Chemische Filtration: Bindet gelöste Stoffe wie Gerüche, organische Rückstände oder Phosphate.
Welche Filterart ist für Sie geeignet? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab: Aquarientyp (Süßwasser, Pflanzenaquarium, Meerwasser), Besatzdichte, gewünschte Wartungsfrequenz, Platz und Budget. Hier ein kompakter Überblick:
Innenfilter (Internal)
Ideal für kleine Becken und Nano-Setups. Innenfilter sind preiswert, leicht zu installieren, bieten aber begrenztes Medienvolumen. Vorteil: einfache Wartung. Nachteil: weniger Leistung und oft erhöhte Geräuschkulisse.
Hang-on-Back (HOB)
HOB-Filter hängen über die Rückscheibe und sind besonders bei Einsteigern beliebt: Sie sind wartungsfreundlich und bieten eine gute Mischung aus mechanischer, biologischer und chemischer Filtration. Für mittelgroße Aquarien ein verlässlicher Kompromiss.
Kanisterfilter (Canister)
Für viele Aquarianer die erste Wahl bei mittelgroßen bis großen Becken. Kanister bieten viel Medienvolumen, flexible Medienkombinationen und eine starke Umwälzung. Sie sind etwas aufwändiger beim Einbau, aber sehr effektiv.
Sump- und Unterschrank-Systeme
Perfekt für anspruchsvolle Einrichtungen, Riffaquarien oder große Süßwasseraquarien. Ein Sump erlaubt den Einsatz von Skimmern, großen Medienmengen und vielen Zusatzkomponenten. Erfordert allerdings Platz unter dem Becken und mehr technisches Verständnis.
Schwammfilter und Speziallösungen
Schwammfilter sind unschlagbar bei Zucht, Garnele und Jungfisch-Setups: sie bieten schonende Strömung und hervorragende biologische Filterfläche. Untergrundfilter und einige ältere Systeme werden seltener empfohlen, können aber in spezialisierten Setups Sinn machen.
Die passende Filtergröße finden: Berechnung der effektiven Durchflussrate
Herstellerangaben zur Pumpenleistung (L/h) sind oft Maximalwerte unter Laborbedingungen. Für die Praxis ist die effektive Durchflussrate entscheidend — also der Wert, den Sie am installierten System tatsächlich erreichen. Hier kommt der Turnover ins Spiel:
Was ist Turnover und wie berechnen Sie ihn?
Der Turnover beschreibt, wie oft das komplette Aquariumvolumen pro Stunde umgewälzt wird. Die Formel ist einfach:
Turnover (pro Stunde) = effektive Durchflussrate (L/h) ÷ Aquariumvolumen (L)
Orientierungswerte für Turnover:
- Ruhiges Süßwasser-Community-Aquarium: 4–6×/h
- Pflanzenaquarium (weniger Strömung): 2–4×/h
- Cichliden oder starker Besatz: 6–10×/h
- Meerwasser-Fischbecken: 10–20×/h
- Riffaquarien mit SPS: 20–60×/h (zusätzlich punktuelle Strömung durch Strömungspumpen)
Praktisches Rechenbeispiel
Sie haben ein 250‑Liter‑Aquarium und einen aktiven Malawi‑Besatz. Ziel: Turnover 8×/h.
Benötigte effektive Durchflussrate = 250 L × 8 = 2000 L/h.
Da Leitungen, Medien und Höhenunterschiede die Durchflussrate reduzieren, wählen Sie ein Gerät mit einer Herstellerangabe von etwa 2500–3000 L/h.
So messen Sie die reale Durchflussrate
Der einfachste Test ist der Eimer- und Stoppuhr-Test. Stellen Sie einen Eimer unter den Filterauslauf und messen, wie viele Liter in einer Minute ausgespuckt werden. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit 60 für L/h. Führen Sie den Test mit allen angeschlossenen Komponenten aus, weil Schläuche, Ventile oder Medientypen die Performance reduzieren können.
| Beckengröße | Empfohlener Turnover | Benötigte effektive L/h (Beispiel) |
|---|---|---|
| 100 L | 4–6× | 400–600 L/h |
| 300 L | 6–8× | 1800–2400 L/h |
| 500 L (Riff) | 30× (kombiniert) | 15000 L/h (Gesamtströmung durch Pumpen) |
Filter installieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung von Shark Report Card
Gute Planung vermeidet spätere Frustmomente. Nachfolgend finden Sie detaillierte Installationsanleitungen für die gängigsten Filtertypen. Folgen Sie den Schritten in Ruhe — und prüfen Sie Sicherheitsaspekte wie Stromschutz und Tropfschutz.
Allgemeine Vorbereitungen
- Lesen Sie die Bedienungsanleitung des Herstellers vollständig — oft steckt der Teufel im Detail.
- Bereiten Sie alle Materialien vor: Schläuche, Schlauchschellen, Eimer, zusätzlicher Schlauch zur Entlüftung.
- Spülen Sie neue Medien kurz mit Aquarienwasser ab (bei keramischen Medien), damit kein Staub im Becken landet.
- Sorgen Sie für eine gesicherte Stromversorgung: FI‑Schutzschalter (RCD) und spritzwassergeschützte Steckdosen sind ein Muss.
Hang-on-Back (HOB) installieren
- Hängen Sie den Filter an der Rückseite des Beckens ein und prüfen Sie, ob er sicher sitzt.
- Stellen Sie die Ansaughöhe so ein, dass der Filter ausreichend Wasser ansaugt — Herstellerangaben beachten.
- Füllen Sie den Filter mit Aquarienwasser (sofern vorgesehen) und starten Sie das Gerät.
- Entfernen Sie Luftblasen durch Kippen/leichtes Drücken des Filters; kleine Gluckser initial sind normal.
Kanisterfilter (Canister) installieren
- Stellen Sie den Kanister auf einen stabilen, ebenen Untergrund unter dem Aquarium.
- Verlegen Sie die Schläuche möglichst kurz und mit minimalen Bögen; nutzen Sie Schlauchschellen an kritischen Kontaktpunkten.
- Füllen Sie die Medienkörbe: Grobe mechanische Materialien oben, biologische Medien in der Mitte, chemische Medien zuletzt.
- Priming: Je nach Modell manuell mit Wasser befüllen oder elektrische Pumpe kurz laufen lassen. Luft aus dem System entfernen.
- Kontrollieren Sie Dichtungen und O‑Ringe vor dem Anschalten; leicht gefettet verlängern sie ihre Lebensdauer.
Sump installieren
- Planen Sie die Wasserwege: Einlauf über Überlaufrohre, Rücklauf über Pumpe im Sump. Achten Sie auf redundante Rückläufe bei größeren Setups.
- Montieren Sie Überlaufrohre und Trennwände so, dass keine Luft eingesaugt wird; nutzen Sie Notüberläufe als Sicherheitsnetz.
- Platzieren Sie Heizer, Abschäumer und Pumpen mit ausreichend Abstand zueinander.
- Füllen Sie den Sump langsam und prüfen Sie die Pumpe außerhalb des Beckens auf richtigen Betrieb, bevor Sie alles einschalten.
Sicherheit beim Betrieb
- Verwenden Sie Tropfschutzleisten und FI-Schalter.
- Beschriften Sie Kabel und Schlauchanschlüsse, damit bei Wartung nichts verwechselt wird.
- Bei größeren Installationen: Notstromplan für Pumpen in Betracht ziehen (z. B. kleinere Backup‑Pumpe).
Filtermedien sinnvoll wählen: Aktivkohle, Biomedien und mehr – was wirklich hilft
Es lohnt sich, Zeit in die richtige Medienwahl zu investieren. Eine smarte Kombination liefert beste Ergebnisse: mechanisch → biologisch → chemisch.
Mechanische Medien
Filterwatte, Floss und Schaumstoff fangen grobe und feine Partikel ab. Floss sollte regelmäßig gewechselt werden, Schaumstoff kann ausgewaschen werden, um die nutzbringende Lebensgemeinschaft im Filter zu erhalten.
Biologische Medien
Keramikringe, Bio‑Würfel, keramische Pflanzen oder technische Spezialmedien bieten große Oberfläche für nitrifizierende Bakterien. Tipp: Reinigen Sie biologische Medien nur in entnommenem Aquarienwasser, niemals in Leitungswasser — so bleiben Bakterienkolonien erhalten.
Chemische Medien
- Aktivkohle: Entfernt Gerüche, organische Verfärbungen und Medikamente. Bei medikamentöser Behandlung vorher entfernen.
- GFO (Glasfaser-Phosphatentferner): Nützlich bei Algenproblemen durch hohen Phosphatwert.
- Ionenharze: Zielgerichtet gegen Nitrat oder überschüssige Kalium/Ammonium‑Ionen.
- Biopellets: In Meerwasser helfen sie, organische Nährstoffe mikrobiell abzubauen.
Reihenfolge und Austauschintervalle
Setzen Sie mechanische Medien zuerst ein, damit biologische Medien nicht sofort verschlammen. Chemische Medien geben Sie zuletzt hinzu, damit sie effektiv arbeiten. Aktivkohle tauschen Sie bei sichtbarer Verfärbung oder nach 2–6 Wochen, GFO je nach Verbrauchsrate, biologische Medien nur bei deutlicher Verschlechterung des Materials ersetzen.
Wartung, Reinigung und Fehlerbehebung der Filteranlage: Experten-Tipps aus der Community
Regelmäßige Pflege verhindert Leistungseinbußen, Schadstoff‑Spitzen und kostspielige Ausfälle. Ein strukturierter Wartungsplan spart Zeit und Nerven.
Wartungsplan — Praxisorientiert
- Täglich: Sichtprüfung der Einläufe und Ausläufe, Kontrolle auf Algenansatz und grobe Verstopfungen.
- Wöchentlich: Floss erneuern, sichtbare Rückstände entfernen, Strömungsbild prüfen.
- Alle 2–4 Wochen: Schwämme und Schaumstofffilter in einem Eimer mit Aquarienwasser auswaschen.
- Alle 3–6 Monate: Canister öffnen, Medien prüfen und chemische Medien ggf. ersetzen. O‑Ringe inspizieren und fetten.
- Jährlich: Impeller kontrollieren, Lager prüfen und gegebenenfalls austauschen.
Häufige Probleme und Lösungen
- Reduzierter Durchfluss: Oft durch verstopfte mechanische Medien, verschmutzte Schläuche oder verstopfte Einlässe verursacht. Lösung: Reinigung der Vorfilter, Schläuche durchspülen, Eimer-Test zur Leistungsprüfung.
- Brummende Geräusche: Ursache meist Luft im System oder verschlissener Impeller. Lösung: System entlüften, Impeller ausbauen und reinigen oder ersetzen, Gummifüße nutzen.
- Leckagen: Ursache defekte O‑Ringe oder lose Verbindungen. Lösung: Gerät abschalten, O‑Ringe ersetzen und Anschlüsse nachziehen.
- Trübes Wasser nach Reinigung: Meist durch zu gründliches Auswaschen biologischer Medien. Lösung: Teilwasserwechsel, weniger aggressive Reinigung beim nächsten Mal, eventuell Filterbakterien‑Starter einsetzen.
- Ammoniak-/Nitrit‑Spitzen: Können bei Totalausfall oder zu starker Reinigung auftreten. Lösung: Sofortiger Teilwasserwechsel, reduzierte Fütterung, ggf. bakterielle Zusatzstoffe einsetzen.
Praktische Tricks aus der Community
- Beschriften Sie Schläuche mit Klebeband, bevor Sie sie entfernen — das erspart Rätselraten beim Zusammenbau.
- Bei Kanistern: Mit einem zweiten Eimer Wasser den Canister bei Wartung füllen, um die Luftzufuhr zu reduzieren und das Anlaufen zu erleichtern.
- Nutzen Sie Rückschlagventile an Rücklaufleitungen, um bei Stromausfall ein Zurückfließen in den Sump zu verhindern.
- Investieren Sie in ein einfaches Durchflussmessgerät, wenn Sie Strömung und Pumpenleistung genau kontrollieren möchten.
Checkliste vor dem Kauf und zur Erstinbetriebnahme
- Bestimmen Sie Aquariumvolumen und gewünschten Turnover (Filtration wählen installieren – Berechnung beachten).
- Wählen Sie Filtertyp basierend auf Platz, Wartungsaufwand und Besatz.
- Planen Sie Medienkombination: mechanisch → biologisch → chemisch.
- Bereiten Sie Tropfschutz und FI‑Schutz vor — Sicherheit geht vor.
- Testen Sie die tatsächliche Durchflussrate mit dem Eimer‑Test, bevor Sie das System langfristig betreiben.
FAQ — Häufige Fragen zur Filtration wählen installieren
1. Wie wähle ich den richtigen Filtertyp für mein Aquarium?
Die Wahl hängt von mehreren Faktoren ab: Größe des Aquariums, Besatzdichte, gewünschte Wartungshäufigkeit, Pflanzenbestand und Budget. Kleine Becken profitieren von Innen- oder HOB-Filtern, während mittelgroße bis große Aquarien mit Kanistern flexibler sind. Sumps sind ideal für komplexe Technik und Meerwassersysteme. Prüfen Sie auch Platz unter dem Becken und die Frage, ob Sie später Skimmer oder Reactor einsetzen möchten. Treffen Sie Ihre Entscheidung auf Basis dieser Kriterien und Ihrer Pflegepräferenzen.
2. Welche Turnover-Rate ist für mein Becken sinnvoll?
Die gewünschte Turnover-Rate richtet sich nach Aquarientyp: Ein ruhiges Süßwasseraquarium kommt meist mit 4–6×/h aus, ein Pflanzenaquarium mit 2–4×/h, während Meerwasseraquarien und stark besetzte Becken deutlich höhere Raten benötigen (10–20×/h oder mehr). Berechnen Sie zuerst das Volumen, multiplizieren Sie mit dem Ziel-Turnover und wählen Sie einen Filter mit etwas Reserve, da Schläuche und Medien Durchfluss reduzieren.
3. Wie messe ich die effektive Durchflussrate korrekt?
Der Eimer- und Stoppuhr-Test ist zuverlässig: Stellen Sie einen Eimer unter den Auslauf und messen Sie, wie viel Wasser in einer Minute in den Eimer fließt. Multiplizieren Sie diesen Wert mit 60 für die L/h-Angabe. Führen Sie den Test mit allen angeschlossenen Leitungen und Medien durch, denn jeder Widerstand reduziert die reale Leistung gegenüber Herstellerangaben.
4. Wie oft muss ich Filtermedien reinigen oder wechseln?
Mechanische Medien (Floss) sollten wöchentlich bis alle zwei Wochen überprüft und bei Bedarf gewechselt werden. Schaumstoffe und Schwämme lassen sich alle 2–4 Wochen in entnommenem Aquarienwasser auswaschen. Chemische Medien wie Aktivkohle tauschen Sie meist nach 2–6 Wochen, GFO je nach Verbrauch. Biologische Medien nur sehr sparsam reinigen, damit die hilfreichen Bakterienpopulationen erhalten bleiben.
5. Kann ich verschiedene Filtermedien kombinieren?
Ja — und das ist auch empfehlenswert. Die Standardreihenfolge im Filterkorb lautet: mechanisch → biologisch → chemisch. So werden grobe Partikel zuerst abgefangen, biologische Medien bleiben länger funktional und chemische Medien arbeiten effektiver, weil sie nicht sofort durch Schwebstoffe blockiert werden.
6. Sollte ich Aktivkohle dauerhaft nutzen?
Aktivkohle ist ein nützliches chemisches Medium, entfernt Gerüche, Verfärbungen und organische Verbindungen. Sie ist aber nicht immer dauerhaft nötig. Bei Medikamenteneinsatz sollten Sie Aktivkohle entfernen, da sie Wirkstoffe bindet. Für normale Wartung reicht oft ein zeitlich begrenzter Einsatz, etwa nach Wasserverfärbung oder bei Einlaufproblemen.
7. Was kann ich tun, wenn der Durchfluss plötzlich stark abnimmt?
Prüfen Sie zuerst mechanische Medien und Vorfilter auf Verschmutzung, dann Schläuche und Einlässe. Führen Sie einen Eimer-Test durch, um die reale Leistung zu überprüfen. Bei Kanistern lohnt sich ein Blick auf Impeller und Ansaugstutzen; Ablagerungen oder Luft in der Leitung können ebenfalls den Fluss reduzieren. Gegebenenfalls reinigen oder ersetzen Sie die betroffenen Teile.
8. Kann ich mehrere Filter gleichzeitig betreiben?
Das ist oft sinnvoll: Mehrere kleine Filter bieten Redundanz, besseren Durchfluss und unterschiedliche Funktionen (z. B. HOB plus Schwammfilter). Besonders in stark besetzten oder öffentlichen Anlagen reduziert dies Risiko bei Ausfall eines Geräts. Achten Sie aber auf Abstimmung der Durchflussraten und darauf, dass Strömungsmuster im Becken nicht negativ beeinflusst werden.
9. Wie kann ich Leckagen und Stromunfälle vermeiden?
Sichern Sie Steckdosen mit FI/RCD, verwenden Sie Tropfschutzleisten und platzieren Sie Elektrik so, dass Tropfwasser nicht an Kontakte gelangt. Kontrollieren Sie O‑Ringe, Schlauchschellen und Verbindungen regelmäßig und tauschen Sie verschlissene Teile aus. Bei großen Setups lohnt sich eine Notfallabschaltung oder ein gut durchdachter Ablaufplan für Stromausfälle.
10. Ist ein Sump für jedes Aquarium empfehlenswert?
Nein. Ein Sump bietet viele Vorteile (mehr Medienvolumen, Abschäumer, Pflegezugang), benötigt aber Platz unter dem Becken, höhere Investition und technisches Wissen. Für kleine Standardbecken ist ein Kanister oder HOB meist praktischer. Wenn Sie jedoch vorhaben, komplexere Technik oder Riffaufbauten zu betreiben, ist ein Sump fast unverzichtbar.
11. Eignet sich ein Schwammfilter für Garnelen und Zucht?
Ja. Schwammfilter sind sehr schonend, bieten hervorragende biologische Oberfläche und verhindern, dass Jungfische oder Garnelen eingesaugt werden. Sie sind wartungsarm und ideal für Nano- und Zuchtbecken. Kombiniert mit kleinem externen Filter oder regelmäßigen Wasserwechseln ergeben sie eine stabile Lösung.
12. Was ist bei Medikamenten im Zusammenhang mit Filtern zu beachten?
Viele Medikamente werden von Aktivkohle oder anderen chemischen Medien gebunden, sodass ihre Wirksamkeit reduziert wird. Entfernen Sie daher Aktivkohle vor einer medikamentösen Behandlung und spülen Sie Filter nicht zu gründlich, damit die biologische Filterleistung erhalten bleibt. Beachten Sie Herstellerhinweise von Medikamenten und planen Sie Nachsorge‑Wasserwechsel ein.
Fazit: So gelingt es, die richtige Filtration wählen installieren und langfristig zu betreiben
Wenn Sie die Begriffe verstehen, Turnover berechnen und eine Filterart wählen, die zu Ihrem Becken passt, sind Sie schon sehr weit. Achten Sie auf ausreichend Medienvolumen, eine vernünftige Kombination mechanischer, biologischer und chemischer Filtermaterialien und einen klaren Wartungsplan. Filtration wählen installieren ist kein Hexenwerk — aber es lohnt sich, gründlich zu planen. Ein gut dimensionierter und korrekt installierter Filter erspart Ihnen viele Probleme und sorgt dafür, dass Ihre Tiere gesund bleiben.
Sie sind unsicher, welcher Filter für Ihr spezielles Setup ideal ist? Nennen Sie uns Volumen, Besatz und Ihre Ziele (z. B. Pflanzen, Malawi, Riff), und wir helfen Ihnen mit einer konkreten Empfehlung. Teilen Sie gerne Ihre Erfahrungen in der Community — oft hilft ein Tipp aus der Praxis mehr als jede Theorie.
Viel Erfolg bei der Auswahl und Installation Ihrer Filteranlage — möge Ihre Filtration stets robust und verlässlich laufen!


